Fragen allgemein

In manchen Vereinsgewässern sind nur Naturköder zugelassen. Als Naturköder ist zu bezeichnen, was vollständig naturbelassen oder aus natürlichen Inhaltsstoffen hergestellt ist. Dazu gehören Würmer und Maden ebenso wie Mais, Kartoffeln, Brot oder Käse. Entscheidend ist, daß natürliche Köder organisch abbaubar sind. Schwierig wird die Abgrenzung bei Boilies und Teigen, die auch künstliche Stoffe enthalten. Aber wenn diese nur einen sehr geringen Anteil haben, etwa nur einige Tropfen künstlicher Aromen, würde ich selbst dann noch von Naturködern sprechen. Künstliche Köder sind daher im Ergebnis Blinker, Wobbler, Fliegen und ähnliches.

Freies Angeln, also mit gültigem Fischereischein, aber ohne zusätzlichen Erlaubnisschein, gibt es in Schleswig-Holstein nur in Küstengewässern, also in den im Hoheitsgebiet liegenden Teilen der Nord- und Ostsee. Zu den Küstengewässern zählen auch Abschnitte von sechs Flüssen in Schleswig-Holstein, nämlich

Jahreserlaubnisscheine zum Angeln geben wir ausschließlich über unsere Geschäftsstelle aus. Dafür kommen die Interessenten entweder hier vorbei oder sie bestellen auf dem Postweg den Schein. Am einfachsten ist es, die Bestellung über den Angelverein laufen zu lassen. Dazu senden uns die Angelvereine dann Namen und Geburtsdaten der Angler und erhalten daraufhin den Schein mit einer Rechnung.

Zu erfahren, wer wo Fischereiberechtigter oder Fischereiausübungsberechtigter ist, von wem man also Erlaubnisscheine erhalten kann, ist abgesehen von den Verbandsgewässern (z.B. Nord-Ostsee-Kanal, Elbe-Lübeck-Kanal, Elbe zwischen Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern) und einer Vielzahl von Vereinsgewässer, stellenweise schwierig. Eine landesweite Übersichtskarte oder Liste existiert nicht. Daher ist eine umfassende, allgemeine Aufzählung leider nicht möglich. Nachfragen vor Ort, z.B. bei einem ansässigen Angelverein oder bei der Gemeindeverwaltung, könnten erfolgreich sein.

Zum Angeln in Schleswig-Holstein benötigen Sie einen gültigen schleswig-holsteinischen Fischereischein (oder eine Ausnahmegenehmigung, etwa den sog. "Urlauberfischereischein") mit der Abgabemarke des aktuellen Kalenderjahres. Die Abgabemarke erhalten Sie bei der Ordnungsbehörde an Ihrem Wohnsitz (Gemeindeverwaltung, Rathaus). Mit diesem können Sie frei an den Küstengewässern angeln.

Nein, alle Angler können Erlaubnisscheine für LSFV-Gewässer erhalten. Mitglieder des DAFV sind allerdings hinsichtlich der Kosten besser gestellt, denn die Unterhaltung von Angelgewässern ist eine Aufgabe, die ein Verband für seine Mitglieder übernehmen sollte. Diese Mitglieder bilden schließlich den Verband. Und jeder kann Mitglied werden. Selbstverständlich respektieren wir, wenn Angler sich nicht für einen Beitritt in einen Verein entscheiden. Aber ebenso selbstverständlich müssen diejenigen dann akzeptieren, daß sie nicht zu den gleichen Bedingungen angeln können wie Verbandsangehörige.

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