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Schlammpeitzger - Misgurnus fossilis

Der Schlammpeitzger ist einer der zähesten Süßwasserfische stehender und fließender Gewässer mit schlammigen Grund. Im Winter und bei Wassermangel vergräbt er sich bis zu 50 cm tief im Schlamm. Seine Ansprüche an die Wasserqualität sind gering. Sauerstoffmangelsituationen übersteht er durch Luftschlucken und Darmatmung. Die Kiemenatmung ist dann ausgeschaltet. Der nachtaktive Friedfisch ernährt sich von Kleintieren des Gewässergrundes, wie Insektenlarven, Schnecken und Muscheln. Der Schlammpeitzger hat einen bis zu 30 cm langen, gestreckten Körper und 10 Barteln, 6 am Oberkiefer und 4 am Unterkiefer.

Schlammpeitzger (Misgurnus fossilis)

Die Geschlechtsreife tritt im 2. Lebensjahr ein. Das Weibchen legt von April bis Juni 70.000 - 150.000 Eier an Wasserpflanzen ab. Aus den 1,5 cm großen Eier schlüpfen nach etwa 10 Tagen die Jungen.

Druckschwankungen des Wassers werden von der Haut durch mit Lymphflüssigkeit gefüllte Kanäle über eine Knochenplatte auf die Schwimmblase übertragen, wodurch der Schlammpeitzger insbesondere bei einem herannahenden Gewitter an der Wasseroberfläche aufgeregt hin und her schwimmt. Daher wird er auch im Volksmund Wetterfisch genannt.

Die regelmäßigen Räumarbeiten in vielen Gewässern hat die Art an den Rand des Aussterbens gebracht. Sie ist gemäß FFH-Richtlinie als prioritäre Fischart ein- gestuft. Deshalb muss der Schlammpeitzger intensiv beobachtet werden und zweckmäßige Schutzstrategien sind zu entwickeln.

 

Mindestmaß: keines
Schonzeit: 01.01. - 31.12.
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