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Spiegelkarpfen - Cyprinus carpio

Der Spiegelkarpfen wurde im Laufe des 15. Jahrhunderts aus Südosteuropa in Schleswig-Holstein eingeführt. Dier besser bekannte Wildkarpfen oder Urkarpfen besitzt einen gestreckten, seitlich etwas abgeflachten Körper. Das Maul ist endständig und vorstülpbar, an der Oberlippe befinden sich 4 Bartfäden. Die Schlundzähne sind dreireihig. Spiegelkarpfen werden über 40 Jahre alt, können eine Länge von 120 cm und ein Gewicht von über 40 kg erreichen.

Spiegelkarpfen (Cyprinus carpio)

Durch Züchtung entstanden breit- und hochrückige Zuchtformen, die hinsichtlich der Beschuppung in 4 Formen unterschieden werden:

1. Schuppenkarpfen , mit vollständigem Schuppenkleid und hochrückig;
2. Spiegelkarpfen, mit einzelnen, unregelmäßig verteilten Schuppen und hochrückig;
3. Zeilkarpfen, mit einer Reihe gleich großer Zeilschuppen entlang der Seitenlinie;
4. Nackt- oder Lederkarpfen, fast oder vollständig schuppen los und hochrückig

Tagsüber hält sich der Spiegelkarpfen meist an tiefen geschützten Stellen, unter überhängenden Uferböschungen und Wasserpflanzen auf. Erst bei Beginn der Dämmerung geht er auf Nahrungssuche. Die Nahrung bilden Kleintiere der Ufer- und Bodenzone, wie Würmer, Kleinkrebse, Insektenlarven, kleine Weichtiere. Im Alter jagt er auch Kleinfische und Molche. Nach 3 - 4 Jahren tritt die Geschlechtsreife ein. 200.000 - 300.000 Eier pro kg heftet das Weibchen in der Zeit von Mai bis Juli an Pflanzen. Nach 3 - 8 Tagen schlüpfen die Jungen aus den 1,5 - 2 mm großen Eiern.

Ein regelmäßiges natürliches Aufkommen des Karpfens ist in unseren Breiten nicht gewährleistet. So fehlen beispielsweise in einigen Jahren die notwendigen Wassertemperaturen von über 20° C zur Laichzeit.

Karpfen können vorübergehend einen lebensgefährlichen Sauerstoffmangel im Wasser durch Notatmung überleben, indem sie an der Wasseroberfläche Luft aufnehmen.

Der Karpfen stellt eine der bedeutendsten Speisefischarten in unseren Breiten dar. Auch in weiten Teilen der Anglerschaft ist er eine wichtige Zielfischart, der vor allem in den Sommermonaten nachgestellt wird.

 

Erkennungsmerkmale: 4 Barteln, lange Rückenflosse
Mindestmaß: 35 cm
Schonzeit: keine
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