Die LSFV-Geschäftsstelle ist vom 22. Dezember bis 2. Januar geschlossen!

Am 01.04.2010 wurde die landesweite Fischereiberatung im Zuge der Umsetzung der EG-Wasserrahmenrichtlinie in Schleswig-Holstein, nach einem ersten Abschnitt von 2008 bis 2010, für sechs Jahre befristet fortgeführt. Grundlage für die Fortführung war ein Kooperationsvertrag zwischen dem Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume und dem Landessportfischerverband Schleswig-Holstein e.V., der in wesentlichen Punkten auf dem Vertrag des vorherigen Projektteils basiert und die Ergebnisse daraus berücksichtigt. Der Vertragstext lag folgendermaßen in der nun modifizierten Form vor:

Präambel

Für die Beurteilung des Zustands der Gewässer nach Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) sind für Seen und Flüsse die aktuellen Fischpopulationen nach standardisierten Methoden zu ermitteln. Die nach Artikel 8 EG-WRRL bereits Ende 2006 aufgestellten Programme zur Überwachung des Zustands der Gewässer (Monitoring) können aus Kostengründen nicht flächendeckend in allen Gewässern nach den aufwändigen wissenschaftlichen Bewertungsverfahren erfolgen. In den nicht untersuchten Gewässern müssen demnach weiterhin entsprechende Schätzungen erfolgen, die durch Fang- und Besatzstatistiken sowie anzufertigende und zu aktualisierende Hegepläne der Fischereiausübungsberechtigten (FAB) untermauert werden können. Seitens der FAB besteht ein hohes Interesse teilzuhaben an der Planung, Umsetzung und Kontrolle der Revitalisierungsmaßnahmen sowie der Herstellung der Durchgängigkeit der Gewässer, einem ausdrücklichen Ziel der WRRL. Durch die Verknüpfung der Untersuchungsergebnisse können die FAB ihr Fischereimanagement optimieren. Die korrekte Erstellung, Umsetzung und Fortentwicklung der Hegepläne erfordern eine fachliche Beratung, die im Interesse des Landes, des LSFV und vor allem der Mitglieder der Angelvereine ist.

Ziel des Vertrages

Ziel des Vertrages war es, die inzwischen bereits gut entwickelte fachliche Beratung der FAB durch den LSFV zu erhalten und erforderlichenfalls zu verstärken. Dabei wird auf den bisherigen Erfahrungen, auch aus dem Beratungsgebiet Gewässersystem Nord-Ostsee-Kanal, aufgebaut. Ziel ist weiter der Informations- und Datenaustausch zwischen den FAB, dem Land und dem LSFV zum Nutzen aller Beteiligten.

Arbeitsschwerpunkte

a) Begleitung des WRRL-Fischmonitorings durch

- Information der FAB über das WRRL-Fischmonitoring,

- Kontaktherstellung zwischen Auftragnehmern für das Fischmonitoring und FAB,

- Bereitstellung von Erkenntnissen der FAB zur Fischfauna,

- Befischungen und Mitarbeit bei Befischungen im Rahmen von Sonderuntersuchungen des WRRL/FFH-RL-Monitorings in Absprache mit dem LLUR,

- Bereitstellung der Ergebnisse des WRRL-Fischmonitorings an die FAB,

b) Beratung der FAB

- weitere Beratung der FAB zur Erstellung der Hegepläne, zur Hegepflicht,

- Förderung der Bildung von Hegegemeinschaften,

- Beratung der FAB hinsichtlich der Fischhege,

c) Informations- und Datenaustausch

- Auswertung der Besatz- und Fangstatistiken der FAB und Bereitstellung an das LLUR

- Bereitstellung von Informationen der FAB an die Auftragnehmer des Fischmonitorings,

- Bereitstellung der Ergebnisse des Fischmonitorings des LLUR an die FAB im Internet des LSFV

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