Meerforelle - Salmo trutta trutta

Die Meerforelle, auch ein anadromer Wanderfisch, ist in ihrer Lebensweise dem Lachs sehr ähnlich, steigt aber häufig noch weiter stromaufwärts, um selbst in kleinsten Bächen zu laichen. Hier braucht sie sauerstoffreiches, schnell fließendes Wasser über grobkiesigen Bereichen, in denen die Eiablage erfolgt. Die meisten Elterntiere überleben und laichen wiederum im nächsten Jahr. Die Jungfische halten sich in nordeuropäischen Gewässern bis zu fünf Jahre im Süßwasser auf und ernähren sich von Kleinkrebsen und Insekten. Im Meer stellen sie Garnelen und Fischen nach, wachsen schnell und beginnen den Laichaufstieg nach einem Aufenthalt von 6 Monaten bis 5 Jahren im Salzwasser. Meerforellen erreichen maximale Längen bis 140 cm und Gewichte bis 50 kg. Die meisten bei uns gefangenen Fische wiegen 2 - 6 kg.

Meerforelle (Salmo trutta trutta)

Die Geschlechtsreife tritt nach 4 - 7 Jahren ein. Die Rogner legen in der Zeit von November bis Januar etwa 1.500 Eier je kg Lebendgewicht in ein Kiesbett in der Barbenregion oder Äschenregion, wo nach 60 - 90 Tagen aus den 4 - 6 mm großen Eiern die Jungen schlüpfen. Der auch Ostseelachs oder Silberlachs genannte Fisch hat wie andere Salmoniden auch eine Fettflosse.

Die Meerforelle ist ein beliebter Angelfisch. Eine moralische "Fangberechtigung" haben sich die Angler durch ihren Einsatz zur Unterstützung der Art in den letzten Jahrzehnten erworben. Ohne dieses Engagement wäre die Art sicherlich nicht mehr in nutzbaren Populationsgrößen anzutreffen.

Auch der Landessportfischerverband Schleswig-Holstein unterstützt dieses Vorhaben durch seine Aktion "Freunde der Meerforelle ". 

 

Mindestmaß: 40 cm
Schonzeit: 01.10. - 28.02. (Küste und Meere: gilt nur für Fische im Laichkleid, silbrige Fische mit losen Schuppen sind ausgenommen)

 

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