Neuigkeiten 2011

Archivierte Neuigkeiten des Jahres 2011

Der LSFV Schleswig-Holstein, der LSFV Niedersachsen und die Vereinigung für Fischerei und Gewässerschutz Bereich Lüneburg (VFGL) als unmittelbar betroffene Fischereiausübungsberechtigte sowie als Mitzeichner der VDSF, der LAV Mecklenburg-Vorpommern, der ASV Hamburg, der Landesnaturschutzverband Schleswig-Holstein (LNV) und die Gemeinschaftsinitiative Elbefischerei (GI Elbe) fordern den Energiekonzern Vattenfall auf, den Betrieb des Pumpspeicherkraftwerks Geesthacht sofort einzustellen, bis alle erforderlichen Maßnahmen des Fisch- und sonstigen Artenschutzes nach dem aktuellen Stand der Technik umgesetzt sind.

Pumpspeicherkraftwerk

Die am 5. Oktober von der Landesregierung beschlossenen Änderungen des Fischereigesetzes für das Land Schleswig-Holstein (LFischG) sind in Kraft getreten. Damit ändert sich die Rechtslage in einigen Punkten, von denen die wichtigsten bereits hier vorgestellt wurden.

Die neue Fassung des Gesetzes ist hier abrufbar.

Als unbedingt praxisrelevant wird nochmals ausdrücklich darauf hingewiesen, daß zum einen kein Setzkescherverbot mehr geregelt ist. Zum anderen müssen insbesondere diejenigen, die in den Vereinen die Erlaubnisscheinbestellungen für das nächste Jahr zusammenstellen, beachten, daß ab jetzt das Geburtsdatum des Erlaubnisscheininhabers zwingend aufgeführt sein muß. Dafür ist die Angabe der Anschrift nicht mehr erforderlich.

Es ist selten geworden, daß sich Politiker klar, unmißverständlich und sachkundig einsetzen für die Lösung von Problemen, die leider von einer Mehrheit der Bevölkerung gar nicht in ihrem vollen Ausmaß wahrgenommen werden. Das übermäßige Vorkommen von Kormoranen mit dramatischen Folgen für andere Tierarten, die sich im Nahrungsspektrum von Kormoranen befinden, gehört dazu. Nicht selten werden die Warnungen von Anglern und anderen Fischschützern abgetan als "Neid-Debatte" oder mit Hilfe schlicht erfundener Behauptungen. Dabei stehen einige vom Kormoran betroffene Fischarten längst auf einer höheren Schutzstufe als dieser Vogel.

Um so erfreulicher ist daher eine Rede zu diesem Thema von Frau Dr. Christel Happach-Kasan, Bundestagsabgeordnete der FDP, Ehrenmitglied des LSFV, die hier abrufbar ist.

Der LSFV hat kürzlich die ersten drei behindertengerecht gestalteten Angelplätze ihrer Bestimmung übergeben.

Dafür sind aus der Fischereiabgabe des Landes Schleswig-Holstein rund 110.000 Euro ausgegeben worden.

Wie LSFV-Präsident Peter Heldt in Kudensee (Kreis Dithmarschen) sagte, sollen weitere Angelplätze für Rollstuhlfahrer an Nord-Ostsee-Kanal und später möglichst auch noch am Elbe-Lübeck-Kanal entstehen. Er freute sich mit den Partnern von der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung und den Mitgliedern der Hegegemeinschaft Gewässersystem Nord-Ostsee-Kanal, dass nunmehr diese zukunftsweisenden Einrichtungen ihrer Bestimmung übergeben werden konnten.Behinderte-NOK-Kudensee

Im kommenden Monat sollen voraussichtlich die Änderungen des LFischG in Kraft treten. Derzeit herrscht eine Verunsicherung bei Anglern deutschlandweit, zumal wohl künftig zusätzlich eine schleswig-holsteinische Fischereiabgabe zu zahlen sein soll. Ein entsprechendes Dokument, das dafür zu nutzen ist, existiert allerdings bislang nicht.

Die Zahl der telefonischen Anfragen zum neuen LFischG, gerade auch von Personen aus anderen Bundesländern, die wir also nicht als Mitglieder des LSFV betreuen, nimmt stetig zu und führt zu einer Belastung der Geschäftsstelle. Aufgrund der Tatsache, daß für rechtsverbindliche Auskünfte ohnehin die Fischereibehörden in erster Linie zuständig sind, haben wir die Zustimmung vom MLUR erhalten, als Ansprechpartner Herrn Dr. Roland Lemcke zu benennen. Er ist erreichbar unter der Rufnummer 0431 - 988 - 4973.

Vor einer telefonischen Nachfrage sollte aber unbedingt geprüft werden, ob die gewünschte Information über die Internetpräsenz des MLUR erhältlich ist. Hier sind alle Fischereirechtsnormen zum Download verfügbar, nach Verkündung wird hier auch das neugefaßte LFischG stehen. Es wird derzeit daran gearbeitet, dort bis zu dem Datum einen Text einzustellen, der alle Veränderungen bürgerverständlich erklärt. Vielleicht werden auf diese Weise Anrufe entbehrlich.

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