Neuigkeiten 2016

Neuigkeiten des Jahres 2016 vom LSFV und der Verbandsjugend

Im Rahmen des durch die Fischereiabgabe Schleswig-Holstein finanzierten Projektes zur Optimierung des Meerforellen Managements in Schleswig-Holstein ist Anfang November die Markierung von aufsteigenden Meerforellen durch Wissenschaftler vom GEOMAR gestartet worden. In Kooperation mit der Fischbrutanstalt Altmühlendorf und dem Verband der Binnenfischer und Teichwirte werden im wöchentlichen Rhythmus mittels Elektrofischerei gefangene Tiere durch gelbe Plastikstreifen-Tags, sogenannte „T-bar Tags“, im Rückenflossenbereich gekennzeichnet. Schwerpunkt bilden dabei zwei in die Ostsee mündende Bäche. Der eine entwässert in die Hohwachter und der andere in die Geltinger Bucht. Diese Markierung dient der individuellen Wiedererkennung der Meerforellen.

Es ist gerade richtig hell geworden an diesem Wintermorgen und ich werfe noch einen schnellen Blick auf den kleinen Bach, der sich eine Fußminute von meiner Haustür durch sein Tal schlängelt. Die Treene ist hier oben nur vier bis fünf Meter breit und mäandert unverbaut durch eine ursprüngliche Landschaft. Dann setze ich mich in mein Auto und fahre in Richtung Südwesten.

Ich wollte mir schon immer gerne einmal ansehen, wie der Laichfischfang auf Nordseeschnäpel läuft, und die Friedrichstädter Angler am Unterlauf der Treene haben mich für diesen Morgen eingeladen.

Nach wenigen Kilometern, kurz vor Janneby, fahre ich auf die kleine Straßenbrücke über die Jerrisbek zu. Dieses kleine Gewässer ist ein Nebenbach der Treene. Schon aus der Entfernung sehe ich einige Autos mit Anhängern. Ich halte an. Tatsächlich, durch einen Zufall treffe ich hier die Laichfischfänger der oberen Treenegemeinschaftsvereine. Sie haben gerade ihr Boot zu Wasser gelassen und das Elektrofischgerät klar gemacht. Nach einer Begrüßung und einem kleinen Plausch beginnen sie mit ihrer Befischung. Heute wollen sie hauptsächlich laichbereite Meerforellen fangen, die gerne bis in diese kleinsten Fließgewässer aufsteigen.

Am 11.11.2016 reiste die LSFV-Delegation, bestehend aus 5 Präsidiumsmitgliedern und zwei Kreisverbandsvorsitzenden zur DAFV-Hauptversammlung nach Berlin-Spandau.

Zunächst wurden Grußworte und Fachvorträge gehalten. Der Präsident des Deutschen Jagdschutzverbandes Hartwig Fischer, der Präsident des Schweizerischen Fischerei-Verbandes Stefan Wenger, der Präsident der European Anglers Federation Otakar Broz und Fred Bloot vom holländischen Verband „Sportvisserij Nederland“ berichteten aus ihren Verbänden und über die Zusammenarbeit mit dem DAFV.

Zum 1. Januar 2017 führt der LSFV eine neue Beitragsmarke ein. Sie übernimmt die Funktion der bisherigen DAFV-Beitragsmarke: sie bestätigt die Mitgliedschaft in unserem LSFV bzw. DAFV.

Nur mit dieser Marke können sich die Vereinsmitglieder etwa in einem Versicherungsfall als Angehörige des LSFV ausweisen. Und nur mit dieser Marke erhalten sie beim Kauf von LSFV-Erlaubnisscheinen die günstigsten Preise. (Allerdings werden auch die Mitglieder einiger Landesverbände, die mit dem LSFV in enger Beziehung stehen, beim Erlaubnisscheinkauf gleichgestellt.)

Die neue Marke enthält auch die Beitragssätze des DAFV und des LSFV, weil immer wieder Fragen hierzu an die Geschäftsstelle gerichtet werden. Die einzelnen Kreisverbände erheben sehr unterschiedliche Beiträge, so daß diese nicht einheitlich genannt werden konnten.

Bereits am 23. Februar 2016 nahm ich an einer Anhörung des Bundesumweltministeriums teil. Die betroffenen Verbände konnten dort Position beziehen zu den Entwürfen der AWZ-Naturschutzgebietsverordnungen. Ein absolutes Angelverbot war in diesen Seegebieten angedacht. Der genannte Ausweisungsgrund war der Schutz von Riffen und Sandbänken. Des weiteren sollen dort Seetaucherarten, Rastvögel und Schweinswale geschützt werden.

Warum nun ausgerechnet die Angler diese Schutzziele mehr gefährden als alle anderen Nutzer wurde uns dort, auch auf wiederholte Nachfrage, nicht genannt.

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