Wegen krankheitsbedingten Personalausfalls und vieler auswärtiger Termine für die weiteren Mitarbeiter ist die Geschäftsstelle nicht immer zu den üblichen Zeiten besetzt.

Neuigkeiten 2017

Neuigkeiten des Jahres 2017 vom LSFV und der Verbandsjugend

Im Rahmen des durch die Fischereiabgabe finanzierten Projektes zur Optimierung des Meerforellen-Managements in Schleswig-Holstein ist Anfang November die Markierung von aufsteigenden Meerforellen durch Wissenschaftler vom GEOMAR gestartet worden. In Kooperation mit der Fischbrutanstalt Altmühlendorf und dem Verband der Binnenfischer und Teichwirte werden im wöchentlichen Rhythmus mittels Elektrofischerei gefangene Tiere durch gelbe Plastikstreifen-Tags, sogenannte „T-bar Tags“, im Rückenflossenbereich gekennzeichnet. Schwerpunkte bilden dabei drei Bäche. Zwei münden direkt in die Ostsee: Einer entwässert in die Hohwachter Bucht, der andere in die Geltinger Bucht. Ein drittes Gewässer mündet in den Nord-Ostsee-Kanal. Daher können auch bei Fängen im NOK, im Bereich der Kieler Förde oder eventuell im Elbegebiet markierte Meerforellen gefangen werde. Alle Markierungen dienen der individuellen Wiedererkennung der Meerforellen.

Im März 2017 hatte der Jugendvorstand des Landessportfischerverbandes Schleswig Holstein e.V. auf ihrer Jahreshauptversammlung den Vorschlag unterbreitet, dem Team DoppelPASS e.V. 500 € zu spenden. Dieses Vorhaben unterstützte die Versammlung mit einem einstimmigen Beschluß. Am 15. November 2017 wurde nun die Spende im Vereinsheim des ASV Bordesholm e.V. übergeben.

Die Grenzregion zwischen Deutschland und Dänemark hat eine besondere und wechselhafte Geschichte. Der Grenzverlauf wanderte von der Konge Au bis zur Eider. Katastrophen wie die Kriege von 1848-1851 und 1864 oder die Besetzung Dänemarks 1940 haben sich hier tief im Bewußtsein der Menschen festgesetzt.

Doch alles hat sich zum Guten gewendet. Die dänische Minderheit im nördlichen Schleswig-Holstein (Sydslesviger) und die Deutsche Minderheit in Dänemark (Nordschleswiger) sind heute ein fester Bestandteil dieser Region. Hier leben zwei Kulturen friedlich und freundschaftlich miteinander und lassen Grenzlinien verwischen.

Jedes Jahr im Herbst steigen viele Salmoniden wie Lachse und Meerforellen aus dem Meer zum Laichen die schleswig-holsteinischen Flüsse wie Stör, Bramau, Treene und Trave hinauf. Allerdings finden sie in den Oberläufen kaum noch geeignete, grobkiesige Laichhabitate, um ihre Eier abzulegen. In unserer Kulturlandschaft wurden über lange Zeiträume die Fließgewässer umgebaut. Bachläufe wurden begradigt, Gewässersohlen wurden ausgehoben und Querverbauungen wie Sohlabstürze wurden eingebaut. Die Sedimentfracht nahm durch die nun instabilen Gewässersohlen zu und Querverbauungen behinderten die Wanderfische bei ihrem Aufstieg zu den Laichgründen. Der abgelegte Laich hatte vielerorts keine Chance mehr zum Fisch heranzuwachsen und erstickte schon im Ei-Stadium. Der Lachs war Mitte des vergangenen Jahrhunderts fast komplett aus unseren Fließgewässern verschwunden und auch um die Meerforellen stand es schlecht. Und da kamen die Angler ins Spiel.

Aufgrund der Wetterlage mußte das Angeln auf dem LSFV-Teil des Schaalsees eingestellt werden. Die Boote dort befinden sich bereits im Winterlagen. Auf dem Westensee und Stolper See werden die Boote am 11. November verbracht, am Dobersdorfer See eine Woche später.

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