Die LSFV-Geschäftsstelle ist vom 22. Dezember bis 2. Januar geschlossen!

Die Grenzregion zwischen Deutschland und Dänemark hat eine besondere und wechselhafte Geschichte. Der Grenzverlauf wanderte von der Konge Au bis zur Eider. Katastrophen wie die Kriege von 1848-1851 und 1864 oder die Besetzung Dänemarks 1940 haben sich hier tief im Bewußtsein der Menschen festgesetzt.

Doch alles hat sich zum Guten gewendet. Die dänische Minderheit im nördlichen Schleswig-Holstein (Sydslesviger) und die Deutsche Minderheit in Dänemark (Nordschleswiger) sind heute ein fester Bestandteil dieser Region. Hier leben zwei Kulturen friedlich und freundschaftlich miteinander und lassen Grenzlinien verwischen.

Das kulturelle Zentrum der Nordschleswiger befindet sich auf dem 10 Hektar großen Areal am Knivsberg zwischen Apenrade und Haderslev. Dort finden Seminare, Klassenfahrten, Freizeiten, Konzerte, Theateraufführungen und zahlreiche sportliche Aktivitäten statt. Immer mehr in den Fokus des Bildungszentrums rückt dabei das Ziel, Kindern und Jugendlichen die Natur der Region nahezubringen.

Der Knivsberg-Leiter Rene Schneider ist selbst begeisterter Angler und Jäger. Zusammen mit seinem Projektmitarbeiter Felix Neubert reiste er am 20. Oktober nach Tarp, um sich mit Vizepräsident „Fischereischein“, Achim Heinrich, Geschäftsführer Robert Vollborn und mir zu treffen.

Die Nordschleswiger wollen gerne die LSFV-Ausbildung zum Fischereischein und die anschließende Prüfung in ihr Veranstaltungsprogramm aufnehmen. Eine vergleichbare theoretische Ausbildung gibt es in Dänemark nicht, und die dänischen Freunde finden das, was mit unserem Ausbildungssystem vermittelt wird, ganz einfach gut. Deshalb lag es nahe, eine Zusammenarbeit zu vereinbaren. Mit den Ausbildungsunterlagen des LSFV werden künftig auf dem Knivsberg Vorbereitungskurse stattfinden, die dann über die schleswig-holsteinische Fischereischeinprüfung den Weg ebnen, hin zu dem naturverbundenen, erfahrungsreichen und spannenden Leben eines Anglers.

Darüber hinaus wurden weitere Ideen entwickelt. Austausche und grenzüberschreitendes Miteinander wären in vielen Bereichen möglich. Auch Vorschläge dazu sind willkommen.

Wir freuen uns auf diese neue Verbindung.

Peter Heldt, LSFV-Präsident

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