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Neuigkeiten 2004

Archivierte Neuigkeiten des Jahres 2004

Brüssel/Hamburg – Der vom Aussterben bedroht Kabeljau soll in seinem Bestand in Nord- und Ostsee besser geschützt werden. Darauf verständigten sich die EU-Fischereiminister nach einem 14 Stunden langen Verhandlungsmarathon in Brüssel. Sie erließen Schutzmaßnahmen.

Bundeslandwirtschaftsministerin Renate Künast, die für die Nordsee erfolglos weitergehende Fangbeschränkungen gefordert hatte, sagte: „Die Maßnahmen sind zu langsam, aber sie gehen in die richtige Richtung.“ Die Entscheidung fiel gegen Litauen. Griechenland und Lettland enthielten sich.

Wünsche werden auch für Angler zum Weihnachtsfest wahr. Der Angelsportverein Preetz und Umgebung e.V. sowie die Angelvereinigung “Früh Auf von 1912” aus Passade wünschen sich seit längerer Zeit den Einsatz von Elektrobooten auf ihren Gewässern. Die Wünsche gehen nun in Erfüllung: Das Befahren des Lanker Sees und des Passader Sees mit Motorbooten wird vom Kreis Plön als untere Naturschutzbehörde genehmigt.

Das Befahren der jeweiligen Seen mit bis zu zwei motorisierten Booten zum Zwecke der Fischereiaufsicht ist künftig möglich, teilte Landrat Dr. Volkram Gebel mit. Eine entsprechende Genehmigung an die Vorsitzenden der genannten Angelvereine sei jetzt durch den Kreis Plön erteilt worden.

Lübeck. Am Sonntag, den 14.11.2004, fand das jährliche Hochseeangeln des Lübecker Kreisverbandes der Sportfischer e.V. statt. Pünktlich um 7 Uhr versammelten sich 48 Angler am Priwall in Lübeck-Travemünde, um eine halbe Stunde später mit der "MS Peter II" in See zu stechen. Noch gar nicht so lange unterwegs, stoppten bereits die Maschinen - die Fanggründe waren erreicht. Einige Angler wunderten sich skeptisch: "Wir sind doch gar nicht so weit draußen, ich kann sogar noch das Maritim-Hotel sehen. Hoffentlich gibt es hier genug Fisch". Doch wurden die letzten Zweifler schnell eines besseren belehrt. Die Wahl des Fangplatzes durch den erfahrenen Skipper erwies sich als goldrichtig. In den nächsten Stunden konnten sich 45 Angler über einen oder mehrere Fänge freuen, lediglich 3 Angelfreunde gingen leer aus. Insgesamt 128 maßige Dorsche und 230 Wittlinge gingen den Teilnehmern an den Haken. Dazu kamen noch viele Heringe, die wir aber nicht gezählt haben. Fisch des Tages war ein Dorsch mit 64 cm Länge. Erstaunlich war auch, daß mehr Fische auf die Beifänger bissen als auf den Hauptköder! Um 15 Uhr 30 lief die "MS Peter" schließlich wieder in den Hafen ein.

Bester Angler des Tages war Angelfreund Jan Busch vom ASV Trave mit 7 Dorschen und 9 Wittlingen, gefolgt von Mark Möller-Ehmke (ASV Petri Heil) und Heinrich Elzermann (SAV Pliete).

Bei insgesamt ruhiger See und guten Fängen war das diesjährige Hochseeangeln ein voller Erfolg sowohl für die Angler als auch für die Organisatoren. Damit sind die Erwartungen für das nächste Jahr entsprechend hoch gesteckt.
Wie der Scleswig-Holsteinische Zeitungsverlag (sh:z) in seiner Ausgabe am 3. Dezember 2004 schreibt, hat Schleswig-Holsteins Umweltminister Klaus Müller (Grüne) einen Wechsel der Gangart in der Umweltpolitik angekündigt. „Natura 2000 war kein Erfolgsmodell — ich will das nicht wiederholen“, sagte er.

Die Umweltpolitik der Zukunft setze auf das Miteinander aller Beteiligten. Die schleswig-holsteinische Landesregierung hat ihr ursprüngliches Ziel, bis zum Jahr 2005 zehn Prozent der Landesfläche unter Naturschutz zu stellen, übererfüllt. Umweltminister Klaus Müller sagte, derzeit seien 11,3 Prozent (= 178.000 Hektar) des Landes gesetzlich gesicherte Naturschutzflächen.

Nach der Inventur formulierte Müller als nächstes Ziel, bis 2010 sogar 15 Prozent der Landesfläche unter Naturschutz zu stellen. Die kommenden Schritte sollten indes geordneter unternommen werden, sagte der Minister im Gespräch mit dem Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlag. Die Hast der ersten Natura-2000-Phase habe "zu viel Stress und Reibungsverlust" gebracht.

Die Ziele aber seien von Anfang an richtig gewesen. Im übrigen betonte Müller, die Kritik am schleswig-holsteinischen Weg — zum Beispiel vom Land Niedersachsen —, gehe ins Leere. Wer EU-Richtlinien wie die Flora-Fauna-Habitat (FHH) nicht umsetze, müsse mit EU-Strafzahlungen rechnen. "Die möchte ich unserem Land ersparen."
Fisch ist trotz der zunehmenden Meeresverschmutzung nach Ansicht von Experten nach wie vor ein gesundes Nahrungsmittel. Nach Angaben der Bundesforschungsanstalt für Ernährung enthält Fisch so viele für die Gesundheit wichtige Stoffe, dass die Vorteile weit größer seien als die Risiken auf Grund von Schadstoffen. Vorsicht sei allerdings bei Fisch aus stark belasteten Fanggebieten geboten.

Heringe oder Lachs aus der östlichen Ostsee seien stärker mit Schadstoffen belastet als aus der Nordsee oder dem Nordatlantik. Der beliebteste Speisefisch, der Alaska-Seelachs, werde im Nordpazifik gefangen, einem nahezu unbelasteten Seegebiet. Auch Heringe, Makrelen, Sardinen und Sprotten seien unbedenklich. Sie würden so jung gefangen, dass sich kaum Schadstoffe anreichern könnten. Problematisch seien Fische, die relativ alt werden. Dazu zählten Heilbutt, Rotbarsch, Schwertfisch oder Hai.

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