Neuigkeiten 2003

Archivierte Neuigkeiten des Jahres 2003

Kiel. Der Landessportfischerverband (LSFV) Schleswig-Holstein hat pünktlich zu seinem 40-jährigen Pachtjubiläum das Pachtverhältnis für den Nord-Ostsee-Kanal um weitere 20 Jahre verlängert. LSFV-Präsident Ernst Labbow (Plön), seine Vizepräsidenten Gerd Schümann (Schlesen) und Sven Bastian (Kiel) sowie die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes unterschrieben jetzt den entsprechenden Vertrag.

"Die im Landessportfischerverband Schleswig-Holstein organisierten Sportfischer sehen in der erneuten und langfristigen Vertragsverlängerung einen großen Vertrauensbeweis für ihre gute Arbeit", sagte Labbow. Jährlich werden nach seinen Worten rund 8.000 Fischereierlaubnisscheine an Anglerinnen und Angler aus ganz Deutschland für den Nord-Ostsee-Kanal ausgegeben. Den Löwenanteil sicherten sich dabei allerdings die Mitglieder des LSFV, die auch zukünftig zahlreiche ehrenamtliche Aufgaben am Kanal übernehmen, wozu unter anderem die Fischereiaufsicht an dieser künstlichen Wasserstraße zählt.

KIEL. LSFV-Präsident Ernst Labbow eröffnete die Präsidiumssitzung mit einer traurigen Nachricht: Der ehemalige LSFV-Präsident, Ehrenpräsident des LSFV und Träger des Bundesverdienstkreuzes am Bande, Hermann Evert, ist gestorben. Der Vorgänger von Ernst Labbow hat sich mit seinem großen Elan sowie umfassender Ehrlich- und Geradlinigkeit große Verdienste um die Angelei erworben. Der LSFV hat einen großen Angler und vorbildlichen Sportkameraden verloren.

Das Teilstück der Elbe wird nun definitiv vom LSFV Schleswig-Holstein gemeinsam mit dem LSFV Niedersachsen ab Januar 2004 angepachtet. Es handelt sich um die gesamte Elbebreite zwischen der Stadtgrenze zur Hansestadt Hamburg und der Landesgrenze zu Mecklenburg-Vorpommern auf schleswig-holsteinischer Seite. Bei Geesthacht ist auf unserer Seite allerdings noch ein Bereich ausgeklammert, der nicht zum Bundeseigentum zählt. Die Ausübung der Angelei wird über einen von beiden Landesverbänden gemeinsam herausgegebenen Erlaubnisschein möglich. Es werden 3- und 15-Tage-Scheine an alle Angelinteressierten ausgegeben. Jahreskarten erhalten dagegen nur VDSF-Mitglieder.

KIEL. Der Landessportfischerverband (LSFV) Schleswig-Holstein beteiligt sich an diesem Wochenende an einer flächendeckenden Erhebung aller existierenden Kormoran-Schlafplätze. Das teilte LSFV-Präsident Ernst Labbow am Freitag in Kiel mit. In Schleswig-Holstein sind nach seinen Worten am Sonnabend (15. November) organisierte Angler aus über 350 Vereinen aufgerufen, mit Ferngläsern und Spektiven in ihre Reviere zu gehen, dort die Kormoran-Schlafplätze auszumachen und die Kormorane zu zählen.

Damit schließt sich der LSFV Schleswig-Holstein dem Verband Deutscher Sportfischer an, der sich wiederum an einer europaweiten Kormoran-Zählung beteiligt. Labbow: "Dabei geht es um eine Rastplatzzählung der Kormorane, deren Population in Schleswig-Holstein, aber auch in Deutschland überhand genommen hat und der Fischerei sowie den zum Teil seltenen Fischarten schädlich ist." Der LSFV-Präsident empfahl den Anglern, bei der Kormoran-Zählung in den schleswig-holsteinischen Angelrevieren auf die Hilfe von örtlichen Vogelschützern, Jägern und Berufsfischern zurückzugreifen.

Dabei füllen die Angler am Sonnabend ab 16 Uhr bis zum Einbruch der Dunkelheit zwei Erhebungsblätter mit Standortbeschreibung, klimatischen Bedingungen und das eigentliche Zählergebnis aus. Die Ergebnisse werden dann zentral in Österreich ausgewertet. Labbow sieht in der europaweiten Kormoranzählung einen Schulterschluss aller europäischen Angler, an dem sich der LSFV Schleswig-Holstein gerne beteiligt. Allerdings werden nach seinen Worten in Schleswig-Holstein im kommenden Jahr im Rahmen der künftig von Fischereirechtsinhabern zu erstellenden Hegepläne die Kormorane erneut gezählt. Termin ist der zweite Sonntag im August, der "Hochsaison" für Kormorane.
NEUMÜNSTER. Das LSFV-Präsidium sowie Vorsitzende und Vertreter aus den Kreisverbänden trafen sich im November in Neumünster zum Landesverbandsausschuss. Themen wie Hegepläne, EU-Wasserrahmenrichtlinie und die personelle Entwicklung bei den Biologen standen im Mittelpunkt der harmonisch verlaufenden Tagung.

Präsident Ernst Labbow sprach über die Zukunft des Landesverbandes der Angler und Fischer in Schleswig-Holstein. Darüber soll nun Mitte Januar entschieden werden. Es gebe sehr unterschiedliche Interessen, die sich leider nur selten zu einem einvernehmlichen Kompromiss bringen ließen. Allerdings, so Ernst Labbow, seien die Sportfischer und die Binnenfischern näher zusammengerückt. „Wir sind sogar ganz nah am Schulterschluss“, freute sich Ernst Labbow auf eine gemeinsame Zukunft.

KIEL. Das Präsidium des Landessportfischerverbandes Schleswig-Holstein und der Vorstand der Jugendgruppe des Landessportfischerverbandes trafen sich kürzlich nach langer Zeit einmal wieder zu einem Meinungsaustausch über fischereiliche und verbandspolitische Themen. Es war ein sehr offenes, harmonisches und zugleich vertrauensvolles Gespräch, resümierte LSFV-Präsident Ernst Labbow erfreut. Senioren und Anglerjugend seien sich ein ordentliches Stück näher gekommen. Künftig sollen diese „Gesprächsrunden“ ein- bis zweimal jährlich stattfinden. An dem Gespräch in der LSFV-Geschäftsstelle nahmen vom Jugendvorstand neben Jugendleiter Dieter Hawi auch Käte und Arthur Ulrich, Stefan Schümann und Ulrich-Karl Holst teil. Der LSFV war vertreten durch Präsident Ernst Labbow, seinen Vizepräsidenten Carl-Martin Nicolaisen und Sven Bastian, den beiden Geschäftsführern Dr. Dieter Bohn und Robert Vollborn sowie Pressesprecher Michael Kuhr. Dabei bekräftigte das LSFV-Präsidium seine Unterstützung und Beratung bei der Suche der Anglerjugend nach einem geeigneten Gelände für die Jugendarbeit.

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