Dank an die Deutsche Aalinitiative

BesatzÜber eine Tonne Aal waren bereits bestellt als die Meldung einer eventuellen Sperrung des Aalfangs in der Ostsee durch die Medien geisterte. Wenn diese unglückseelige Entscheidung auch noch nicht ausgesprochen worden ist, so schwebt dieses Damoklesschwert ständig über den Köpfen der Aalschützer. Dennoch sind alle Teilnehmer überzeugt, dass dieser Besatz mit Jungaalen der einzige Weg ist, den Bestand überhaupt in nachhaltig nutzbaren Größenordnungen abzusichern. Neben dem Besatz bedarf es weiterer Anstrengungen, um die Aalpopulation zu fördern.

Hierzu wurden auch dieses Mal wieder zahlreiche Aale im Bereich des NOK markiert. Durch diese Technik können die notwendigen wissenschaftlich anerkannten Grunddaten ermittelt werden, die geeignet sind, die Überlebensfähigkeit dieser erdgeschichtlich alten Fischart effektiver zu sichern.
Besatz
Ohne weitere an sachlichen Kenntnissen ausgerichtete Fakten dürfte der Menschheit diese Aufgabe sicherlich noch viel schwerer fallen. Es gibt noch so viele Fragezeichen über die vielen unübersichtlichen Hintergründe zum Niedergang der Aale. An zahlreichen bekannten negativen Einflussfaktoren wie Auf- und Abstiegshindernisse, Gewässerverschmutzung, Parasitenbefall, kontinuierlich wachsende Zahl „natürlicher“ Fressfeinde (Kormorane, Säger, Seehunde u.a.) kann und will der Mensch nicht entscheidend eingreifen. Gerade deshalb muss das Grundwissen über eine faszinierende Tierart fortentwickelt werden. Nur das, was man schätzt und ausreichend kennt, kann man auch sinnvoll schützen. Darum lasst uns weiter Aale fangen (essen) und besetzen. Ohne die Erlaubnis zum Fang der Aale wird auch schnell das Interesse am Besatz erlahmen, was den Niedergang einer erstaunlichen Tierart eher fördern als bremsen dürfte. Reine Schutzideologien helfen niemanden, weder dem Menschen noch dem Aal selbst.