Westensee 2018: ein Fazit

Westenseefreizeit 2018Von unserem Jugendleiter Hartwig Voß bekam ich neulich eine Aufstellung, welche Gruppen in diesem Jahr den Westensee genutzt haben. Darüber war ich sehr erfreut.
Wir haben am Steg die LSFV-Boote. So können wir es auch möglich machen, dass größere Gruppen gemeinsam auf dem See angeln. Es waren in diesem Jahr Vereine mit bis zu 16 Booten zeitgleich auf dem Wasser. Bei den ganz großen Jugendveranstaltungen werden manchmal noch weitere Boote von den dauerhaft ansässigen Vereinen hinzugeliehen. Alles das organisiert in vortrefflicher Weise unser Jugendleiter mit seiner Mannschaft.
Seit dem Sommer liegt ein neues motorisiertes Boot am Steg, mit dem die Betreuer schnell zu Rettungszwecken bei den Jugendlichen sein können. Die Förde Sparkasse hat uns beim Kauf dieses Fahrzeuges großzügig unterstützt. Im LSFV-Steinhaus werden 50 Schwimmwesten bereitgehalten. Für die Jugendlichen muss es sicher sein auf dem Wasser, aber auch die Betreuer gehen immer mit gutem Beispiel voran, und legen die Rettungswesten an. Aber auch alle anderen Gerätschaften können die Vereinsgruppen nutzen. Tische, Bänke, Geschirr, Gläser, Besteck, Grill und vieles andere mehr verschönt den Aufenthalt. Die Einweisung der Gruppen ist sehr zeitaufwendig und wird von Hartwigs Truppe ehrenamtlich geleistet. Wo hat man einen solchen Service?
Dafür an dieser Stelle ein großes Dankeschön. Ohne solche Aktivposten geht es nicht!
Dass man am Westensee also hervorragend solche Veranstaltungen machen kann hat sich schnell herumgesprochen, und so wird das Angebot immer mehr genutzt. Die Möglichkeit, in der naheliegenden Jugendherberge zu nächtigen, ist ein weiterer Pluspunkt. Auf die Preise der Herberge haben wir allerdings keinen Einfluss, die werden festgelegt vom Deutschen Jugendherbergsverband. Da unsere Mitglieder aber kostenfrei den See befischen und lediglich eine geringe Tagesmiete für die Boote zahlen ist ein gemeinschaftliches Angeln unschlagbar günstig.
Besonders freut mich, dass nun auch immer mehr LSFV-Angler und Gruppen aus anderen Landesteilen den See nutzen, die vorher dem Kauf kritisch gegenüberstanden.
Hier mal ein kurzer Überblick über einige der Vereine und Kreisverbände, die in diesem Jahr den See für Gruppenveranstaltungen nutzten.
VDSA Kellinghusen, ASV Stolpe, SV Ringkanal, SFV Treene Friedrichsstadt, ASV Quickborn,  ASV Frühauf Fleckeby, Hol Rut Landwehr, Angler Nord, SFV Beringstedt, ASV Preetz, Kreisverband Nordfriesland, AFN Neumünster, SFV Kiel Suchsdorf, ASV Petri Heil Neumünster, Angel- und Hegeverein Ladelund, AV Schlesen, AV Uetersen-Tornesch, ASV Bosau, Norddeutscher Angelverein Kiel, Petri Heil Rendsburg, AV Karpfen Henstedt-Ulzburg und noch einige mehr.
Hinzu kamen das große Westensee-Jugendlager des LSFV und die Veranstaltungen der ansässigen Vereine aus Neumünster, Aukrug, Stolpe und vom Polish Fishing Club.
Die genaue Zahl der LSFV-Mitglieder, die den See als Einzelangler einfach so nutzten, oder die Anzahl der Gastangler haben wir für 2018 noch nicht final ermittelt. Aber wir können schon jetzt aussagen, dass trotz des heißen und trockenen Sommers viel geangelt wurde. Fast alle Angler, mit denen ich sprach, waren mit den Fängen sehr zufrieden.
Wie produktiv der Westensee ist zeigte sich auch beim LSFV-Gewässerwarteseminar. 35 Gewässerwarte aus dem ganzen Land beschäftigten sich unter der Anleitung unserer Biologen mit den verschiedenen Methoden zur Fischbestandserhebung und rieben sich aufgrund der Fänge manchmal erstaunt die Augen. Wohl kaum ein anderes Gewässer birgt in solcher Anzahl kapitale Barsche. Auch große Zander und Hechte sind nicht die Ausnahme. Die Große Maräne wird bei den Befischungen des Gewässerwarteseminars regelmäßig gefangen, allerdings kaum von den Anglern genutzt. Hier verbirgt sich noch ein ganz großes Potenzial des Sees.
Das ganze verursacht natürlich auch Arbeit und Kosten, obwohl viele umfangreiche Arbeiten, wie zum Beispiel das winterfest machen der Boote, von fleißigen Händen ehrenamtlich geregelt werden.
Die viel genutzten Boote unterliegen einem Verschleiß. Anker gehen verloren. Riemen und Dollen gehen kaputt. Stege, Bootschuppen, Parkplatz, Toiletten und Gelände müssen vernünftig gepasst werden. Der Kartenverkauf muss ordentlich geregelt werden. Alles das passiert nicht von selbst und kostet manchmal auch richtig Geld!
Aber wenn man sieht, wie viele Angler aus allen Landesteilen mittlerweile diesen wunderschönen und zentral gelegenen See nutzen, ist das alle Mühen wert. Und gerade für die Jugendabteilung des LSFV, aber auch verstärkt für die Jugendarbeit der Kreisverbände und Vereine, gewinnt der Westensee immer mehr an Bedeutung.
In diesem Sinne freuen wir uns auf das Angeljahr am Westensee 2019.
Petri Heil
Peter Heldt