Forellenbrut 2019 schlüpft

Die Angler des LSFV SH setzen sich weiterhin für die Bestände der Bach- und Meerforellen ein. Die natürliche Reproduktion funktioniert in vielen unserer ausgebauten Fließgewässer nur mangelhaft. Daher fangen die Angler in jedem Jahr die aufsteigenden Elterntiere. Der Laich wird abgestreift und die Fische zurückgesetzt. Die Fischeier werden dann in Brutrinnen aufgelegt.Forelleneier

Aufgrund des trockenen Sommers und der damit verbundenen niedrigen Wasserstände fiel die Laichfischfangsaison 2018  auch an der Stör eher schlecht aus. 169 weibliche und 87 männliche Meerforellen wurden hauptsächlich im Tidebereich der Stör für die Laichgewinnung gefangen.

Trotzdem liegen derzeit alleine nur im LSFV-Bruthaus in Aukrug 564.714 Meerforelleneier auf. Hinzu kommen 49.568 Bachforelleneier die täglich vom LSFV-Gewässerreferenten Hartwig Hahn und den Unterstützern der Arge Stör-Bramau kontrolliert werden. Bei der Erbrütung gab es daher so gut wie keine Verluste. Die ersten Fischlarven schlüpfen nun.

Insgesamt wurden seit 1982 in Aukrug 20.894.400  Meerforellen erbrütet.

Auch im Bruthaus der Binnenfischer&Teichwirte werden seit Jahrzehnten Eier aus zahlreichen Fließgewässern des Landes erbrütet. Der Fischwirtschaftsmeister Albrecht Hahn hat nach der letzten Brutsaison 2017-2018 766.000  Brütlinge und 21.700 einjährige Smolts für 29 verschiedene Fließgewässer unseres Landes produziert. Dabei arbeitet er eng mit zahlreichen LSFV-Vereinen, aber auch mit anderen Arbeitsgruppen und Berufsfischern zusammen.

Bruthaustechnik und Gerätschaften zum schonenden Laichfischfang sind teuer. Ebenfalls müssen bei geförderten Projekten umfangreiche Verwaltungsarbeiten geleistet werden.

Das jahrzehntelange ehrenamtliche Engagement der Angler, gepaart mit der Arbeit von Profis, und der  finanziellen Förderung aus Mitteln der Fischereiabgabe des Landes Schleswig Holstein hat bewirkt das wieder stabile Bestände und gute Fänge möglich sind.Laichforelle