Keine freie Durchfahrt für Angler

Auf dem Weg zum Angelgewässer stoßen viele Angler auf die StVO-Verkehrszeichen 250 (Durchfahrtsverbot für Fahrzeuge aller Art) oder 260 (Durchfahrtsverbot für Kraftfahrzeuge). Soweit ist die Rechtslage klar: aussteigen und zu Fuß weitergehen. Aber was gilt bei den Zusatzzeichen Z 1026-36 „Landwirtschaftlicher Verkehr frei“ und Z 1026-38 „Land- und forstwirtsch. Verkehr frei“? Für die Jagd ist es rechtlich geklärt, daß die Befreiung hier gilt. Sie ist als Teil der Urproduktion der Land- und Forstwirtschaft zuzurechnen, in den Jagdgesetzen gibt es an verschiedenen Stellen Verbindungen zwischen Jagd, Land- und Forstwirtschaft. Ebenso sind so gekennzeichnete Wege für Erwerbsfischer befahrbar. „Fischereiwirtschaftlicher Verkehr“ steht dem „landwirtschaftlichen Verkehr“ gleich.

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Erleichterter Zugang zu E-Motoren

Eine erfreuliche Mitteilung erhielt der LSFV am Mittwoch (23.10.) von Dennys Bornhöft, Mitglied des schleswig-holsteinischen Landtages in der FDP-Fraktion und Mitglied des LSFV im AV An der Waterkant: der Umwelt- und Agrarausschuß hat endlich, nach vielen Jahren beharrlichen Einsatzes des LSFV unsere Bitte aufgegriffen und über eine Änderung des Wassergesetzes den Zugang zu Elektromotoren erleichtert.

In § 19 Abs. 1 (neu, bisher § 15) des Wassergesetzes wird angefügt, daß „schwerbehinderte Menschen im Sinne von § 2 Abs. 2 und 3 SGB IX, die Inhaber eines Fischereischeins nach § 26 LFischG sind, für die Benutzung eines kleinen Fahrzeugs mit einem Elektromotor mit einer Leistung bis zu 900 Watt“ von der bisherigen Genehmigungspflicht befreit sind. Der LSFV freut sich schon jetzt sehr über diese Entscheidung, die der Erhöhung der Barrierefreiheit in Schleswig-Holstein dient. Das ist ein schöner Erfolg für den LSFV. In Kraft treten soll die Änderung des Wassergesetzes noch in diesem Jahr.

Ab 2020 noch 5 Dorsche je Fangtag

Die Europäische Union (EU) hat die neuen Fangquoten für die Ostsee festgelegt. Die Angler dürfen demnach nur noch 5 Dorsche je Tag (vorher 7) entnehmen; in der Laichzeit im Februar und März sind es noch 2 Dorsche je Tag. Der Landessportfischerverband Schleswig-Holstein e.V. (LSFV SH) ist mit der Regelung nicht glücklich. Gemeinsam mit dem Landesanglerverband Mecklenburg-Vorpommern e.V. (LAV MV) und dem Deutschen Angelfischerverband e.V. (DAFV) hatte der LSFV SH gefordert, die Tagesfangbegrenzung (baglimit) nicht zu verschärfen. Wir halten sie insgesamt für einen falschen Weg. Für einen nachhaltigen Schutz des Dorschbestandes wären eine Anhebung des Mindestmaßes und eine Schonzeit während der Laichzeit (Februar/März) bessere Instrumente gewesen. „Ab 2020 noch 5 Dorsche je Fangtag“ weiterlesen

Angler Pro Dorsch 2020

Laichschonzeit: Ja! verschärftes Baglimit: Nein!

Der Dorsch braucht Hilfe. In der Ostsee ist der Bestand rückläufig. Die Europäische Union berät im Oktober über Maßnahmen, die aus Sicht der Angler zum Teil nicht zielführend sind. Die beiden großen Landesdachverbände an der Ostsee, der Landesanglerverband Mecklenburg-Vorpommern e.V. (LAV MV) und der Landessportfischerverband Schleswig-Holstein e.V. (LSFV SH) unterstützt vom Bundesdachverband, dem Deutschen Angelfischerverband e.V. (DAFV), fordern einen Eingriff, der dazu dient, den Dorschbestand nachhaltig zu stabilisieren – ohne Angler und Angeltourismus übermäßig einzuschränken.

Wir fordern:
Keine Verschärfung des Tagesfanglimits
Eine komplette Schonzeit in der Laichzeit Februar und März
Eine Erhöhung des Mindestschonmaßes
Kein überzogenes Baglimit

Link zur Pressemitteilung

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Fischbestandserhebung Elbe

Bereits seit 2009 finden in der Elbe in dem vom LSFV Schleswig-Holstein gemeinsam mit dem Anglerverband Niedersachsen und der Fischerei Panz gepachteten Elbabschnitt jährliche Fischbestandserhebungen statt. Die diesjährigen Befischungen wurden vom 09.09. bis zum 13.09. durchgeführt. Gefangen wurden insgesamt 7.782 Fische aus 26 Arten mit einem Gesamtgewicht von mehr als 335 kg . Die mit Abstand häufigste Art war der Ukelei. Sehr häufige Arten im Gesamtfang waren außerdem Schwarzmundgrundel und Flussbarsch. Als FFH-Arten mit besonderem Schutzstatus wurden Rapfen, Seinbeißer, Bitterling und Weißflossengründling nachgewiesen. Flussneunaugen fehlten diesmal.

Die Anzahl der gefangenen Aale lag mit 591 Individuen deutlich unter dem Ergebnis aus dem Vorjahr. Es handelt sich dabei aber dennoch um das zweitbeste Ergebnis, das im Rahmen unserer Untersuchungen erzielt werden konnte. Das Gesamtgewicht der Aale war mit fast 84 kg trotz der geringeren Anzahl sogar etwas höher als im Vorjahr.

Im Nord-Ostsee-Kanal haben die hohen Bestandsdichten der Schwarzmundgrundel etwa ab 2012 zu deutlich positiven Auswirkungen auf die dortige Zanderpopulation geführt. Dies scheint sich jetzt auch in der Elbe stromauf vom Wehr Geesthacht abzuzeichnen. 2019 wurde die bisher höchste Anzahl von Zandern im Rahmen unserer Untersuchungen gefangen. Die Reproduktion erfolgt offenkundig regelmäßig und im erhöhten Umfang.

Den vollständigen Bericht finden Sie hier.