Winfried Dobbrunz verstorben

Am 21. Januar 2021 verstarb unser Angelkamerad Winfried Dobbrunz. Fast 30 Jahre, bis zu seiner Verabschiedung auf der Jahreshauptversammlung am 18. April 1999 in Mölln, war Winfried Dobbrunz Geschäftsführer des Landessportfischerverband Schleswig-Holstein e.V. (LSFV), der erste Geschäftsführer, den der LSFV hatte. In dieser Zeit hat er hauptberuflich, im Rahmen der Vorgaben des Präsidiums, die Geschicke des Verbandes geleitet. Unter vier Präsidenten hat Winfried Dobbrunz gewirkt: Willi Pohlmann, Hans Mallonn, Hermann Evert und Ernst Labbow.

Bei seiner dienstlichen Verabschiedung nannte Angelkamerad Dobbrunz als wesentliche Aufgabe des Verbandes, das Angeln gegen viele Gegenströmungen zu verteidigen und es zu erhalten. Diese Aufgabe ist noch nicht erfüllt, aber der LSFV ist ein anerkannter, angesehener Verband. Daran hat auch Winfried Dobbrunz Anteil.

Er war Angler „durch und durch“. Geboren im November 1934 in Groß Jannewitz (Lauenburg/Pommern) trat er zum 1. Januar 1948 in den Oldesloer Sportfischerverein ein. Schon als Kind hat er morgens früh noch vor Schulbeginn geangelt. 1972 war er Landesmeister, 1973 Bundesmeister und 1974 nahm er an den Weltmeisterschaften der Sportangler teil. Als einen Höhepunkt seiner Tätigkeit nannte Winfried Dobbrunz selbst, 1969 die Weltmeisterschaften nach Bad Oldesloe geholt und erfolgreich begleitet zu haben.

Gerne hat er auch in England geangelt. Über viele Jahre war er den ganzen September über dort und lernte, natürlich beim Angeln, an einem Gewässer die Herzogin von Kent kennen, die neben ihm stehend eine Forelle fing.

Auch ehrenamtlich war Winfried Dobbrunz dem Angeln eng verbunden. Seit 1983, gleich mit der Einführung der Prüfungspflicht, war er Lehr- und Prüfberechtigter des LSFV. Und erst 2016 gab er gesundheitsbedingt diese erfolgreiche Tätigkeit auf.

Es ist nicht zu ermessen, wie viele Vorgänge er als Geschäftsführer bearbeitet hat, wie viele neue Angler er ausgebildet und geprüft hat. Jedenfalls hat sich der LSFV in dieser Zeit sehr gut entwickelt, mit einer Mitgliederzahl 1999 gerade eben noch unterhalb der Marke von 40.000, mit dem Erwerb der Geschäftsstelle im Papenkamp in Kiel und mit dem Erwerb des Stolper Sees.

In den langen Jahren seiner Tätigkeit haben wir Winfried Dobbrunz als aufrichtigen, guten Angelkameraden und vorbildlichen Angler erlebt, den wir nun verloren haben. Wir werden uns gerne an ihn erinnern und werden ihm stets ein bleibendes ehrenvolles Andenken bewahren.