Covid-19: Veranstaltungen ab 17. Mai

Seit dem 17. Mai gilt eine neue Corona-Bekämpfungsverordnung des Landes. Aus ihr lassen sich Regeln für das Angeln ableiten, auch wenn Angeln nicht ausdrücklich erwähnt wird. Dieser Umstand birgt leider Raum für gewisse Ungenauigkeiten.

Gemeinschaftsangeln und Arbeitsdienste

Veranstaltungen dürfen außerhalb geschlossener Räume eine Teilnehmerzahl von 25 Personen nicht überschreiten. Es dürfen nur getestete Personen teilnehmen (gemeint ist: Personen mit negativem Testergebnis). Außerdem ist von allen Teilnehmenden eine qualifizierte Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Bei der Beschränkung der Teilnehmerzahlen werden vollständig Geimpfte oder Genesene nicht mitgezählt.

Oder ist Angeln „Sport“? Diese Frage stellen wir uns im LSFV eigentlich nicht. Angeln ist aus verschiedenen Gründen, insbesondere tierschutzrechtlichen, nicht als Sport anzusehen. Der Verbandsname, der einen anderen Eindruck zu erwecken scheint, wurde bei Gründung gewählt zur begrifflichen Abgrenzung von der Berufsfischerei und wegen der Nähe des Sports zu Werten wie „Fairness“ (bei uns: Waidgerechtigkeit) und „Respekt“. Angeln ist vielmehr, wie die Jagd, die Ausübung eines eigentumsgleichen Rechts. Lediglich Turnierwurf- oder Castingsport, also auf Sportplätzen betriebene Weit- und Zielwurfdisziplinen, sind klar Sport.

Dennoch ist die Zuordnung eines Gemeinschaftsangelns entweder zu „Veranstaltungen“ oder zu „Sport“ nicht trennscharf. Eine rechtsverbindliche Auskunft dazu müßten Vereine bei Bedarf von ihrem örtlich zuständigen Gesundheitsamt einholen, zur Beweisführung mit e-mail oder Brief.

Sähen wir Angeln als Sport an dürfte es außerhalb geschlossener Räume in Gruppen von bis zu zehn erwachsenen Personen betrieben werden, sonst in Gruppen von bis zu 20 Kindern und Jugendlichen bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres. Diese Aussage gilt für eine gemeinsame Tätigkeit.

Soweit mehrere Personen auf einer Anlage eindeutig getrennt voneinander Sport treiben, ist dies zulässig, soweit eine Virusübertragung nicht zu befürchten ist. Die bloße Einhaltung des Mindestabstandes reicht dabei nicht aus.

Also:

Arbeitsdienst als Veranstaltung: bis 25 negativ getestete Personen

Gemeinschaftsangeln als Veranstaltung: bis 25 negativ getestete Personen

Gemeinschaftsangeln als Sport: gemeinsam bis 10 Personen oder getrennt ohne Personenbeschränkung bei weitem Abstand.

Fischereischeinlehrgänge und -prüfungen

Lehrgänge dürfen weiterhin nicht als Präsenzveranstaltung stattfinden. Hier hat sich unser online-Angebot über Fishing-King sehr bewährt.

Prüfungen hingegen führen wir an vielen Orten durch. Sie gelten nach der Corona-Bekämpfungsverordnung des Landes als außerschulische Bildungsangebote. Für sie gilt lediglich das allgemeine Abstandsgebot (mindestens 1,5 Meter) sowie das Gebot, Kontakte nach Möglichkeit auf ein Minimum zu beschränken. Darüber hinausgehende Hygienemaßnahmen sind in eigener Verantwortung zu treffen.